Êzîdisches Leben vor und nach dem Genozid 2014

Bis zum Sommer 2014 war das Êzîdentum kaum jemandem ein Begriff in Deutschland. Das änderte sich, als die Terrormiliz Islamischer Staat im Nordirak einen Völkermord an ihnen verübte.

Doch was macht die Religionsgemeinschaft der Êzîden aus? Wozu hat der verheerende Angriff dieser Terrormiliz geführt? Mit welchen Herausforderungen und Problemlagen sieht sich diese Religionsgemeinschaft in ihrer Heimatregion und in der Diaspora konfrontiert? Schätzungsweise leben 200.000 Êzîden in Deutschland, weshalb wir vor allem hier in Nürtingen über die Situation der Êzîden in Deutschland informieren wollen.

Wir laden ein zu einem Vortrag von Dr. Yildiz Deniz aus Nürtingen und Frau Dr. Gisela Penteker aus Niedersachsen. Moderation: Aylin Gürcü, Islam Theologin (M.A.)

Frau Dr. Deniz’ Eltern kamen selbst in den 80iger Jahren als Geflüchtete nach Deutschland. Frau Deniz ist Êzîdin und arbeitet seit März letzten Jahres als Integrationsbeauftragte der Stadt Nürtingen.

Frau Dr. Penteker kommt aus Niedersachsen und ist Fachärztin für Allgemeinmedizin im Ruhestand. Sie ist Türkeibeaufragte des “Internationale Ärztinnen/Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges e. V.”. Durch Reisen in die Türkei und in den Irak und als Beisitzende im Vorstand des “Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V.” ist sie mit der Situation von êzîdischen Geflüchteten vertraut.