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Hintergrund-information
Reza Shahabi
Bisherige Adoptionsfälle:
2011 - 2012
Ronak Safarzadeh
2001 - 2007
Yusuf Zughayb
Rober Boursarhal
Reza Shahabi

Reza Shahabi

Der iranische Gewerkschafter Reza Shahabi wurde 2012 wegen "Versammlung und Verschwörung gegen die Staatssicherheit" und "Verbreiten von Propaganda gegen das System" zu 6 Jahren Haft verurteilt.

Herr Shahabi verbüßt die Haftstrafe im Evin-Gefängnis in Teheran, sein gesundheitlicher Zustand jedoch ist kritisch und er erhält nicht in jedem Fall eine angemessene medizinische Versorgung. Ausführliche Hintergrundinformationen finden sie hier.

Amnesty International geht davon aus, dass Reza Shahabi allein wegen seiner friedlichen Gewerkschaftsarbeit verurteilt wurde und betrachtet ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen.

Wie helfen?

Schreiben Sie höflich formulierte Briefe, in denen Sie an die Behörden appellieren,

Vorformulierte Appellbriefe finden Sie rechts unter "Download".

Bisheriger Haftverlauf

01.06.2014: Shahabi wird aus der Abteilung 350 des Evin-Gefängnisses in Teheran in das Gefängnis Raja'i Shahr der Stadt Karaj verlegt. Dort werden politische Gefangene und wegen krimineller Straftaten Verurteilte, darunter auch gewalttätige Gefangene, oftmals nicht getrennt voneinander festgehalten. Aus Protest gegen seine Verlegung tritt Reza Shahabi am selben Tag in einen Hungerstreik und verlangt seine Rückverlegung ins Evin-Gefängnis.

19.03.2014: Eine dringend nötige und zugesagte Operation wird wenige Stunden vor dem geplanten Termin abgesagt. Man bringt ihn zurück ins Gefängnis, und seitdem ist er nicht mehr ins Krankenhaus zurückgebracht worden.

19.10.2013: Wegen starker Rückenschmerzen und einem Taubheitsgefühl im linken Fuß wird Shahabi in das Imam-Khomeini-Krankenhaus gebracht, dort aber nur wenige Stunden behandelt und er befindet sich jetzt wieder im Gefängnis. Seit er im Mai 2012 an der Wirbelsäule operiert wurde, leidet er unter chronischen Rückenschmerzen. Den KrankenhausärztInnen zufolge muss Reza Shahabi außerhalb des Gefängnisses behandelt werden. Sie sind der Ansicht, dass er ohne die nötige Behandlung möglicherweise mit der Lähmung seiner linken Körperseite rechnen muss.

02.10.2013: Shahabi wird in ein Krankenhaus gebracht aber laut Mitteilung von "Human Rights Activists" ohne Behandlung am selben Tag wieder ins Gefängnis zurückverlegt.

04.09.2013: Ein Gerichtsmediziner untersucht Reza Shahabi im Gefängnis. Drei Wirbel sind beschädigt und der Arzt empfiehlt eine Behandlung außerhalb des Gefänisses.

10.08.2013: Shahabi wird zusammen mit anderen Insassen im Gefängnis von Sicherheitskräften angegriffen und auf den Boden geworfen. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich, er wird aber nicht in ein Krankenhaus verlegt sondern von den Gefängnisärzten schikaniert und beleidigt.

15.04.2013: Er muss wieder in das Gefängnis zurückkehren.

07.01.2013: Shahabi beendet einen 22 Tage dauernden Hungerstreik, nachdem die Gefängnisleitung seiner Forderung nach einer Haftunterbrechung zur medizinischen Behandlung nachgekommen war.

17.12.2012: Shahabi ist in den Hungerstreik getreten. Der gewaltlose politische Gefangene protestiert dagegen, dass die Behörden seinen Antrag auf Haftunterbrechung zur medizinischen Behandlung wiederholt abgelehnt haben. Er benötigt fachärztliche Behandlung außerhalb des Gefängnisses.

15.12.2012: Shahabi wird für medizinische Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht. Noch bevor die Untersuchungen durchgeführt wurden, so Reza Shahabi, habe ihn der Wachmann, der ihn zu der Untersuchung begleiten sollte, jedoch zurück ins Gefängnis gebracht. Er soll dem Gewerkschafter mit Schlägen gedroht haben, sollte er sich widersetzen.

23.05.2012 Im Krankenhaus Imam Khomeini in Teheran wird Shahabi einer Operation an der Wirbelsäule unterzogen. Obwohl der behandelnde Arzt empfohlen hatte, dass er sich für mindestens drei Monate schonen solle, wurde er schon kurz nach dem Eingriff wieder ins Evin-Gefängnis gebracht. Seitdem wurde ihm keine weitere medizinische Behandlung außerhalb des Gefängnisses gewährt. Laut eines seiner Familienangehörigen leidet Reza Shahabi an Blutdruckschwankungen, wiederkehrendem Nasenbluten und Taubheitsgefühlen in seinen rechten Fingern und Zehen.

April 2012: Er wird zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Februar 2012: Shahabi klagt er, dass er in einer Hälfte seines Körpers kein Gefühl mehr habe. Die Gefängnisbehörden brachten ihn jedoch erst am 30. April in ein Krankenhaus. Es ist nicht klar, ob er eine angemessene medizinische Versorgung erhält. Nach Auskunft seines Rechtsanwalts bereitet die Staatsanwaltschaft eine weitere Anklageschrift wegen "Feindschaft zu Gott" gegen Shahabi vor, weil er Kontakt zu den Volksmudschaheddin, einer im Iran verbotenen Oppositionsgruppe, unterhalten haben soll.

25.05.2011: Der Gewerkschafter muss sich wegen "Propaganda gegen das System" sowie "Verschwörung gegen die Staatssicherheit" vor einer Kammer des Revolutionsgerichts in Teheran verantworten.

26.12.2010: Eine für den 26. Dezember angesetzte Gerichtsverhandlung wird vertagt, da dem Anwalt des Gewerkschafters nicht ausreichend Zeit für die Akteneinsicht gewährt worden war.

19.12.2010: Shahbi beendete seinen Hungerstreik. Nach sieben Tagen war er aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus gebracht worden.

04.12.2010: Shahabi tritt aus Protest gegen seine andauernde Haft in den Hungerstreik.

12.06.2010: Der führende Gewerkschafter Reza Shahabi wird festgenommen worden und an einem nicht bekannten Ort festgehalten. Ihm drohen Folter und andere Misshandlungen. Reza Shahabi wird einige Wochen in Haft ohne Kontakt zur Außenwelt im Evin Gefängnis gehalten. Nachdem die Behörden mitteilten, er könne gegen Kaution freikommen, zahlte seine Familie die geforderte Summe von umgerechnet rund 34.000 Euro. Daraufhin verlangten die Behörden eine weitere Geldsumme in doppelter Höhe.